Umbau der ehemaligen Börse in Büroräume, Sanierung Fassade, Königsbau Stuttgart

Bauherr Vermögens- und Hochbauamt Stuttgart
Leistung LP 5–9 während laufenden Betriebs
NF 2400 m²
Baukosten 7 Mio. €
Ausführung 2004–2005

Der spätklassizistische Königsbau wurde nach Plänen von Hofbaumeister Johann Michael Knapp errichtet und 1859 durch den Architekten Christian Friedrich Leins fertiggestellt. Er diente als Konzert-, Ball- und Geschäftshaus.

Nach der weitgehenden Zerstörung im Juli 1944 wurde 1956 beschlossen, den Königsbau nach den Plänen von Knapp und Leins wieder aufzubauen. Das Äußere blieb dabei weitgehend erhalten, der Innenausbau und die Fensterfassaden wurden aber im Stil der 50er Jahre entworfen. In dieser Form steht der Königsbau heute unter Denkmalschutz.

Der Königsbau bildet mit seiner 135 Meter langen, spätklassizistischen Säulenkollonade den nordwestlichen Abschluss des Schlossplatzes und ist neben dem Alten und Neuen Schloss, der Alten Kanzlei und dem Kunstgebäude ein wichtiges platz- und stadtbildprägendes Gebäude.

Auf dem ehemaligen Postareal hinter dem Königsbau entstand im Herbst 2005 ein Shoppingcenter mit insgesamt 30000 m² nach dem Entwurf der Architekten Hascher und Jehle. Von der stark frequentierten Königsstraße gelangt man durch zwei Passagen im Königsbau in das neue Shoppingcenter, wodurch sich die Kundenfrequenz stark erhöht und somit die Lage der Ladenlokale im Königsbau an Attraktivität gewinnt.

Nach dem Umzug der Stuttgarter Börse in die Schlossstraße entschied das Land Baden-Württemberg, die freigewordenen Flächen im zweiten und dritten Obergeschoss zu modernen Büroräumen umzubauen. Der Ladenbereich wurde teilweise umgestaltet und die Leichtmetallfassade der Ladengeschosse saniert, wobei das Erscheinungsbild der 50 er Jahre erhalten blieb.

Das Staatliche Vermögens- und Hochbauamt in Stuttgart beauftragte die Sorg und Frosch Planungs GmbH die Laden- und Büroflächen umzugestalten, sowie die Bauleitung und den Bauunterhalt zu übernehmen.